Mehrere brennende Gartenhütten

Am Dienstag Nachmittag kurz nach 15 Uhr wurden wir alarmiert, um bei einem größeren Einsatzgeschehen in Kostheim zu unterstützen. In einer Kleingartenanlage am Mittleren Sampelweg kam es bereits gegen 14:30 Uhr zu einem Brand, der sich aufgrund der Trockenheit rasch ausbreitete, so dass kurze Zeit später mehrere Gartenhütten und die Vegetation dazwischen in Brand standen. Die Berufsfeuerwehr und die Wehren aus Kostheim und Kastel nahmen einen massiven Löschangriff vor, brauchten dafür aber auch eine umfassende Wasserversorgung und zahlreiche Atemschutzgeräteträger. Bei Temperaturen um die 28°C und einer längeren Einsatzdauer mit zeitweise 6 Strahlrohren gleichzeitig im Einsatz, mussten die Truppen ca alle 30min ausgetauscht werden.

Wir stellten einen dieser Trupps unter Atemschutz und unterstützten den zur Versorgung der Einsatzkräfte bereitgestellten „Abrollbehälter Sozial“ mit Strom, damit dessen Kühlschränke, sowie die Kaffeemaschine lauffähg waren.

Neben uns kamen auch die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Feuerwehren aus Kostheim, Kastel, Nordenstadt, Erbenheim und Schierstein zum Einsatz, sowie die Logistikgruppe der Feuerwehr Wiesbaden, die sich aus Mitgliedern unterschiedlicher freiwilliger Feuerwehren zusammensetzt. Zusätzlich besetzten die Wehren aus Igstadt, Breckenheim und Biebrich die Feuerwachen 2 und 3, um für weitere Einsätze bereit zu stehen.

Gegen 19 Uhr konnten wir auf der Feuerwache 2 unser Fahrzeug mit neuen Gerätschaften bestücken und waren nach einem anschließenden Tankstellenbesuch gegen 19:40 wieder im Gerätehaus.

Belastungsübung der Atemschutzgeräteträger

Alle Atemschutzgeräteträger müssen einmal im Jahr eine Belastungsübung in der Atemschutzübungsstrecke absolvieren und außerdem eine theoretische Unterweisung, sowie einen Einsatz unter Atemschutz oder eine einsatzähnliche Übung unter Atemschutz. Der Zeitplan für den Besuch in der Übungsstrecke kam natürlich durch Corona auch mächtig durcheinander bzw in den ersten drei Monaten völlig zum Erliegen.

Mittlerweile ist der Besuch der Strecke wieder möglich, wenngleich auch unter strengen Auflagen. So können z.B. aktuell immer nur 4 Personen die Strecke besuchen, um Kontaktmöglichkeiten zu minimieren.

Am Sonntag morgen fuhren die ersten 4 unserer Atemschutzgeräteträger zur Strecke und absolvierten ihre Belastungsübungen. Die weiteren werden die nächsten Wochen folgen.

3min Radfahren und 250m Laufband laufen, dann geht es durch die eigentliche Strecke. Enge Gänge müssen im fast Dunklen mit reichlich Hindernissen durchkrochen werden. Abschließend müssen noch 30m Leiter gestiegen werden. Dabei müssen die 1800l Atemluft (6l Flasche bei 300bar) ausreichen.

Auffahrunfall zwischen 2 LKW

Am Nachmittag des 07. Juli kam es auf der Autobahn A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Raststätte Medenbach zu einem Auffahrunfall zwischen zwei LKW. Da der Fahrer des auffahrenden LKW zunächst in seinem Führerhaus eingeschlossen (nicht eingeklemmt) war, wurde gemäß dem Alarmstichwort H KLEMM 1 Y alarmiert und damit neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Nordenstadt und Delkenheim.

Mit einer Staffel besetzt rückte unser Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Vor Ort eingetroffen sicherte die FF Nordenstadt die Einsatzstelle ab, die Berufsfeuerwehr bereitete Maßnahmen zur technischen Rettung vor und die FF Delkenheim kümmerte sich um den Brandschutz, da aus dem Führerhaus Qualm aufstieg. So legete man ein Schnellangriffsrohr, sowie jeweils einen Feuerlöscher mit Löschpulver und einen mit Kohlendioxid bereit.

Der eingeschlossene Fahrer konnte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig aus dem Führerhaus befreien und wurde vom Rettungsdienst versorgt und in eine Klinik gefahren.

Nach Kontrollen des Motorraums mit einer Wärmebildkamera und durch anwesendes Fachpersonal für LKWs in den eigenen Kräften konnte man sich entspannen, denn es blies nur der abgerissene Wärmetauscher seinen Wasserdampf ab.

Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, konnte die Einsatzstelle nach ca 1,5h an die Polizei und die Abschleppdienste übergeben werden.

Mehr dazu und eine Bildergalerie findet man bei wiesbadenaktuell.de.

Übungsdienste der Einsatzabteilung

Da wir wegen des „Corona-Lockdown“ zwischen März und Juni keine Übungsdienste abhalten konnten und wir nun auch direkt seit Juni drei Einsätze fahren durften, fehlt es dem Einen oder Anderen an Übung. Mitglieder mit Maschinistenausbildung, welche die Pumpe im Fahrzeug nun schon lange nicht mehr bedient haben, sollten die Vertrautheit und den Umgang damit regelmässig auffrischen und üben. Daher bauten wir eine Wasserversorgung mittels Saugleitung aus dem Wickerbach auf, so dass man alle Tricks und Kniffe beim Umgang mit der Pumpe und dem Fahrzeugtank ausprobieren konnte. Das entnommene Wasser wurde natürlich auf der anderen Seite auch wieder zurück in den Wickerbach gepumpt.

Eine Woche später war der Mittelpunkt der Ausbildung der Umgang mit den Atemschutzgeräten. Da beinahe alle im Fahrzeug verladenen Atemschutzgeräte ohnehin in Kürze zur routinemässigen Intervallprüfung in die Atemschutzwerkstatt bei der Berufsfeuerwehr hätten gebracht werden müssen, war es naheliegend, sie für eine Übung einzusetzen. So wurde im eigenen Gerätehaus eine Art Parcour geschaffen. Die Atemschutzgeräte mussten vollständig angelegt werden, mit diesen die Leiter hoch gestiegen werden, durch das Treppenhaus wieder nach unten, Schläuche mussten gerollt werden und Knoten gebunden. Dann ging es wieder von vorne los. Auch die Kameraden, die keine Eignung oder Ausbildung zum Tragen von Atemschutzgeräten haben, mussten den Parkour absolvieren, natürlich dann ohne Atemschutzgerät.

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Delkenheim trifft sich jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr und benötigt praktisch ständig weitere Mitglieder, gleich ob männlich oder weiblich. Neugierige und Interessierte ab 17 Jahren können jederzeit gerne Freitags um 20 Uhr vorbei schauen oder sich per E-Mail an wehrfuehrung@feuerwehr-delkenheim.de erkundigen.

Angebrannt

Zu kurzzeitigem Feuerwehraufkommen führte am Montag Abend vergessenes Kochgut auf dem Herd in der Dekan-Lindenbein-Straße und wegen der engen Bebauung auch zu Verkehrsstörungen auf der Landwehrstraße.

Anwohner meldeten Rauch aus dem Küchenfenster einer Wohnung, so dass die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr (5 Fahrzeuge in diesem Fall) und einem Rettungswagen gerufen wurde.

7 Minuten nach der Alarmierung waren wir mit einer Staffel vor Ort und bereiteten den Innenangriff vor. Dazu musste die Löschwasserversorgung gesichert aufgebaut werden und ein Zugang zur Wohnung verschafft werden. In der Wohnung konnte das rauchende Kochgut abgelöscht und unschädlich gemacht werden. Da unklar war, ob sich Personen in der Wohnung aufhalten, wurde diese unter Atemschutz abgesucht.

Nachdem sicher war, dass das Kochgut vergessen wurde und niemand mehr in der Wohnung war, konnte der Einsatzstelle nach umfassender Belüftung der Wohnung der Polizei übergeben werden. Anschließend musste das Fahrzeug aber wieder mit frischem Einsatzgerät von der Feuerwache 2 in Kastel bestückt werden. Kurz nach 21 Uhr war dies für die freiwilligen Kräfte beendet.

Unwetterbedingte Einsätze

BMA Abbott

Am späten Nachmittag des 17. Juni formte sich spontan ein Gewitter, welches von Südosten her zunächst über Delkenheim und weiter in Richtung Nordwesten zog. Hierbei kam es kurzzeitig zu heftigem Starkregen mit kräftigen Windböen, so dass zahlreiche Äste abbrachen und auf die Staßen vielen und das Einsatzaufkommen in Wiesbaden spontan etwas höher war. So löste wohl auch durch das Unwetter die Brandmeldeanlage in einem Gebäude der Firma Abbott aus, zu deren Kontrolle wir alarmiert wurden. Vor Ort konnte aber nichts festgestellt werden und so wurde die Anlage zurückgesetzt und wieder scharf geschaltet.

Kurz vor Erreichen des Gerätehauses löste man aber dann einen Unwetteralarm für mehrere Freiwillige Feuerwehren aus und teilte den Fahrzeugen diverse Einsatzstellen in Erbenheim zu. Auch wir begaben uns dann nach Erbenheim um uns einem größeren Wasserschaden nach dem Starkregen anzunehmen. Hierzu war auch unser MTF und die Unwetterkomponente erforderlich.

Wasserschaden

Während wir in Erbenheim tätig waren, wurde eine andere freiwillige Feuerwehr zu einer umgestürtzen Tanne in die Münchener Straße geschickt. Nach einer weiteren kleineren Einsatzstelle in Erbenheim wurden wir noch einmal an einem Wasserschaden in Delkenheim tätig.

Nach ca 4 Stunden konnten wir dann einrücken, mussten uns allerdings noch um das Säubern der Gerätschaften kümmern.

Erster Übungsabend seit Corona

Am Abend des 29. Mai durften wir uns erstmals nach nunmehr 12 Wochen wieder eingeschränkt treffen. Diese treffen unterliegen aber noch sehr vielen und strengen Auflagen. Wir nutzten es, um uns erst mal auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Mittlerweile hat sich einiges bewegt und es gibt zahlreiche Corona-bedingte Regelungen. In unserem Gerätehaus wurden Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel und Masken unterschiedlicher Art bereit gelegt, so dass wir nun auch wieder grundsätzlich in den Übungsdienst einsteigen können, jedoch nur in Verbindung mit dem Tragen von Masken und größtmöglicher Vorsicht, Distanzierung und nur der nötigsten Besetzung von Fahrzeugen. Mit diesen Bedingungen würden auch Einsätze ablaufen.

Da wir durch die coronabedingte Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung vor 12 Wochen nur noch zu Einsätzen ab einer bestimmten Größe und Gefahr gerufen worden wären, blieb diese Zeit für uns auch einsatzfrei. Diese Regelung wurde bisher auch nicht verändert.

Einige Bürger bemerkten bereits, wenn die Feuerwehr in Delkenheim gebraucht wurde, sie etwas später eintraf und nur durch die Berufsfeuerwehr vertreten war, denn es handelte sich immer „nur“ um einen Brandverdacht, eine Brandmeldeanlage oder eben einen Kleinbrand (darunter fällt auch ein brennender PKW).

Auch für den Betrieb der Jugendfeuerwehr gibt es bisher keine Vorgaben und so ist dieser auch weiterhin noch ausgesetzt.

Maßnahmen wegen Coronavirus

Aufgrund der aktuellen Lage zu COVID-19 / SARS-CoV2 (Coronavirus), haben wir die Anordnung, dass die Übungsdienste der Jugendfeuerwehr, sowie der Einsatzabteilungen ab sofort einzustellen sind. Man wird uns also zu den in den Dienstplänen genannten Terminen vorerst nicht antreffen.

Weiterhin finden auch keine sonstigen Veranstaltungen statt, das gilt insbesondere auch für die teilweise schon angekündigten Jahreshauptversammlungen.

Wenn sich die Lage ändert, werden wir wieder informieren, wann die Jahreshauptversammlungen und der Übungsbetrieb wieder stattfinden.