Erneute Einstellung des Übungsbetriebs

Hervorgehoben

Mit dem erneuten Anstieg des Infektionsgeschehens und Inzidenzien von deutlich über 50 wurde erneut angeordnet, jeglichen Übungsdienst bis zu einer Entspannung der Lage einzustellen. Das gilt ebenso für die Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr versucht sich, Freitags stattdessen online zu treffen und halbwegs weiter zu arbeiten.

Der Einsatzdienst ist davon nicht betroffen! Wir sind weiterhin Einsatzbereit, jedoch werden wir nicht für jedes Einsatzstichwort mit alarmiert.

Auffahrunfall im Rückstau

Am 10. Oktober ereignete sich auf der A66 zwischen Diedenbergen und Hofheim ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge nach einem illegalen Autorennen (hierzu mehr z.B. bei hessenschau.de). Im entstandenen Rückstau ereignete sich dann ein weiterer Unfall in Höhe des Wiesbadener Kreuzes. Durch den heftigen Auffahrunfall wurde der Kühler des auffahrenden PKWs beschädigt und es trat reichlich Kühlwasserdampf auf. Der Anschein eines Fahrzeugbrandes führte zum Alarm, so dass wir ebenfalls auf die A66 ausrückten. Nach der Versorgung einer verletzten Person durch den Rettungsdienst gab es für die Feuerwehr hier nichts weiter zu tun. Leider standen wir nun selbst in dem Rückstau der Vollsperrung und mussten, wie alle anderen Fahrzeuge auch, die A66 über die Ausfahrt Diedenbergen verlassen, um in Richtung Wiesbaden wieder aufzufahren. Letzendlich kamen wir nach mehr als einer Stunde wieder am Gerätehaus an.

Kurzer Ausflug auf die A3

Am frühen Nachmittag des 14. September wurden wir zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Nordenstadt zu einem Böschungsbrand auf die A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Raststätte Medenbach gerufen. Dort eingetroffen, mussten wir nicht weiter tätig werden, da eine Streife der Autobahnpolizei bereits mit einem Feuerlöscher den Entstehungsbrand gelöscht hatte.

Schulung zum Hygienekonzept

Am 11. September besuchte uns Ralf Nothacker von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden und schulte uns – etwas improvisiert unter Coronabedingungen – über das Hygienekonzept der Feuerwehr Wiesbaden bei Brandeinsätzen. Dabei ging es nicht um spezielle Hygiene und Sonderlocken wegen Corona, sondern um die alltäglichen Maßnahmen zur Einhaltung einer gewissen Grundhygiene auch ohne Corona, wenn wir bei Brandereignissen tätig werden.

Bei beiname jedem Brand entstehen giftige Schadstoffe, denen man möglichst wenig direkt ausgesetzt sein möchte. So wird zwar mit Atemschutzgeräten und vollständig hautbedeckender Schutzkleidung beim direkten Arbeiten an Bränden die Gefahr minimiert, jedoch kommt man danach mit kontaminierter Kleidung auch wieder zurück. Diese gilt es möglichst noch an der Einsatzstelle zu wechseln, in von uns mitgeführten Wäschesäcken zu verpacken und anschließendem Reinigen der Hände und anderer offener Körperstellen mit Wasser und Seife, ebenfalls mitgeführt durch das Löschfahrzeug. Verdreckte Ausrüstungsgegenstände sollten nicht in der Mannschaftskabine abtransportiert werden bzw noch vor Ort wieder gereinigt werden.

Insbesondere Handlungsweisen, wie sie vor 20 bis 30 Jahren noch Gang und Gebe waren sind ziemlich unangebracht und sollten nicht mehr unter dem vielerorts in Feuerwehren verakerten Motto “haben wir schon immer so gemacht” beibehalten werden – so sie denn weiterhin praktiziert werden.

Die Schulung zeigte aber auch, dass wir in vielerlei Hinsicht längst “modern” geworden sind und mit dem sich stetig weiter entwickelndem Grundkonzept mitgewachsen sind. Wesentlich mehr Schutzkleidung, Mitführen von Seifen, Tüchern und sogar Desinfektionsmitteln, sowie Wäschesäcke und Wechselkleidung sind mittlerweile Alltag.

Vielen Dank an die Kollegen der Berufsfeuerwehr, welche sich an diesem Abend die Zeit nahmen, uns zu besuchen und den Unterricht zu gestalten.

Brennender PKW an Tankstelle

Nur drei Tage nach dem Alarm zu einem PKW mit Motorschaden wurden wir in der Nacht zum Montag erneut, etwa gegen 0:20 Uhr, alarmiert. Diesmal zu einem brennenden PKW nach Unfall auf einem Tankstellengelände auf der Autobahn 66 in Richtung Erbenheim.

Eingehende Notrufe in der Leitstelle beschrieben einen ausgedehnten Brand eines verunfallten Fahrzeugs, der Fahrer sei im PKW eingeklemmt und das Feuer habe bereits auf Teile der Tankstelle übergegriffen. Aufgrund dieser Meldungen und der unklaren Lage vor Ort wurde ein Großaufgebot der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei entsandt, darunter auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Nordenstadt und Delkenheim.

Vor Ort wurde ein ausgedehnter Fahrzeugbrand festgestellt, welcher bereits auch auf den Verkaufsraums der Tankstelle übergegriffen hatte. Der verunfallte PKW hatte eine komplette Zapfsäule durch den Aufprall abgerissen und deren Teile in den Eingangsbereich des Tankstellengebäudes geschleudert. Die ersteintreffenden Rettungskräfte konnten eine schwerverletzte Person aus den Trümmern des in Brand geratenen PKW retten und zur weiteren medizinischen Versorgung dem Rettungsdienst übergeben. Neben dem unter Schock stehenden Mitarbeiter der Tankstelle, welcher geistesgegenwärtig die Notabschaltung der Tankstelle vorgenommen hatte, wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung noch vier weitere Personen durch Brandrauch leicht verletzt und ebenfalls in Wiesbadener Kliniken transportiert.

Bild: Feuerwehr Wiesbaden

Das Feuer konnte durch den direkt vorgetragenen und umfangreichen Löschangriff der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden, sodass weiterer Schaden an der Tankanlage verhindert werden konnte. Dabei stellten jeweils die Feuerwehr Nordenstadt und die Feuerwehr Delkenheim einen Trupp unter Atemschutz und bekämpften das Feuer an der abgerissenen Zapfsäule und dem verunfallten PKW mit Schaum von zwei Seiten. Die Berufsfeuerwehr bereitete ein weiteres größeres Schaumrohr vor, so dass alle ausgetretenen Stoffe großflächig mit Schaum bedeckt werden konnten.

Die A66 in Fahrtrichtung Rüdesheim musste für die gesamten Rettungs- und Löscharbeiten durch die Autobahnpolizei voll gesperrt werden, sodass es zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen kam.

Mehr dazu z.B. bei wiesbadenaktuell.de

Motorschaden

In der Nacht zum Donnerstag wurden wir kurz nach 1 Uhr zusammen mit der Feuerwehr Nordenstadt zu einem PKW Brand auf der A66 in Richtung Erbenheim in der Ausfahrt zur Tankstelle alarmiert. Beide Wehren trafen noch vor der ebenfalls alarmierten Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle ein, stellten jedoch fest, dass der PKW nicht brannte, sondern einen Motorschaden erlitt und damit sein Kühlwasser in Form von Wasserdampf verlor. Kurze Zeit später durften wir dann den nächtlichen Schlaf fortsetzen.

Pizza in der Nacht

Am Morgen des Samstag gegen 5 Uhr wurden wir zu einem ausgelösten Rauchmelder mit Brandgeruch in die Dekan-Lindenbein-Straße gerufen. Schnell stellte sich heraus, dass eine mittlerweile recht schwarze und nicht mehr ansehnliche Pizza in einem Backofen der Grund für Geruch und Gepiepse war. Der Koch jener hätte die Zubereitung gar nicht erst beginnen müssen, war er doch nach Beginn des Backvorgangs übermüdet eingeschlafen und musste geweckt werden. Nach einen Check-Up durch den Rettungsdienst und einer Überdruckbelüftung durch die Feuerwehr, konnten wir wieder einrücken und der Bewohner zurück in seine Wohnung.

Unwetter in Wiesbaden

Am Freitagnachmittag des 14. August gab es ein kurzes heftiges Gewitter, welches vornehmlich Wiesbadens Westen mit enormen Wassermassen beschenkte. Sogleich wurde die Rettungsleitstelle von zahlreichen Anrufen, meist wegen vollgelaufener Keller geflutet. Um die Einsatzstellen zeitnah abzuarbeiten, wurden vorsorglich alle Freiwilligen Feuerwehren alarmiert (zur Alarmierung war noch nicht klar, dass es “nur” ca 30 sein werden).

Die FF Delkenheim wurde zusammen mit der FF Erbenheim zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei einem größeren Wasserschaden nach Kastel gesandt. Etwa eine Stunde später war die Einsatzstelle abgearbeitet und für uns waren keine weiteren Einsätze zu erledigen.

Mehr zur Gesamtsituation an diesem Tag findet man in der Pressemeldung der Feuerwehr Wiesbaden.