Erstes Treffen der Jugendfeuerwehr seit Corona

Am Freitag, den 10. Juli war es soweit, dass auch die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Wiesbaden-Delkenheim sich wieder zum Übungsdienst treffen konnten. Allerdings gelten natürlich sehr hohe Hygienestandards, Abstandsregeln und auch eine Maske sowie natürlich Handschuhe gehören dazu.

Klassisch für die Jugendfeuerwehr gehört da natürlich auch dazu, dass nach den Wintermonaten und der langen Corona-Pause oft die Kleidung nicht mehr die passende Größe hat. Glücklicherweise waren wir mitte Februar noch mit einigen Jugendlichen zum Tausch von Dienstkleidung in der Kleiderkammer, sonst wäre das Problem deutlich größer. Aktuell ist die nötige Prozedur dazu weitaus aufwändiger als sie es vor Corona war.

Zum Einstieg und wegen der Sommerferien waren auch nur 7 Jugendliche anwesend, so dass wir das sehr gut aufteilen konnten in drei Trupps, zwei zum Aufbau einer Saugleitung und ein 3er Trupp zum Bau eines behelfsmäßigem Wasserbeckens. Hiermit wurde dann anschaulich erklärt, wie man eine asynchrone Wasserversorgung bereitstellen kann, wie sie unter anderem bei Vegetationsbränden nützlich sein kann.

Die Jugendfeuerwehr besteht aus Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren, die sich normalerweise jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr treffen. Wegen unseren Corona-Auflagen kann es sein, dass wir die Gesamtgruppe demnächst in zwei kleinere Gruppen splitten müssen und dann entweder einen zweiten Wochentag mit anbieten oder pro Gruppen einen 14-tägigen Rythmus vorgeben. Erfahrungsgemäß wird das aber die Sommerferien über noch nicht nötig werden. Infos gibt es hier auf der Homepage und Kontakt erhält man unter jugend@feuerwehr-delkenheim.de.

Auffahrunfall zwischen 2 LKW

Am Nachmittag des 07. Juli kam es auf der Autobahn A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Raststätte Medenbach zu einem Auffahrunfall zwischen zwei LKW. Da der Fahrer des auffahrenden LKW zunächst in seinem Führerhaus eingeschlossen (nicht eingeklemmt) war, wurde gemäß dem Alarmstichwort H KLEMM 1 Y alarmiert und damit neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Nordenstadt und Delkenheim.

Mit einer Staffel besetzt rückte unser Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Vor Ort eingetroffen sicherte die FF Nordenstadt die Einsatzstelle ab, die Berufsfeuerwehr bereitete Maßnahmen zur technischen Rettung vor und die FF Delkenheim kümmerte sich um den Brandschutz, da aus dem Führerhaus Qualm aufstieg. So legete man ein Schnellangriffsrohr, sowie jeweils einen Feuerlöscher mit Löschpulver und einen mit Kohlendioxid bereit.

Der eingeschlossene Fahrer konnte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig aus dem Führerhaus befreien und wurde vom Rettungsdienst versorgt und in eine Klinik gefahren.

Nach Kontrollen des Motorraums mit einer Wärmebildkamera und durch anwesendes Fachpersonal für LKWs in den eigenen Kräften konnte man sich entspannen, denn es blies nur der abgerissene Wärmetauscher seinen Wasserdampf ab.

Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, konnte die Einsatzstelle nach ca 1,5h an die Polizei und die Abschleppdienste übergeben werden.

Mehr dazu und eine Bildergalerie findet man bei wiesbadenaktuell.de.

Angebrannt

Zu kurzzeitigem Feuerwehraufkommen führte am Montag Abend vergessenes Kochgut auf dem Herd in der Dekan-Lindenbein-Straße und wegen der engen Bebauung auch zu Verkehrsstörungen auf der Landwehrstraße.

Anwohner meldeten Rauch aus dem Küchenfenster einer Wohnung, so dass die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr (5 Fahrzeuge in diesem Fall) und einem Rettungswagen gerufen wurde.

7 Minuten nach der Alarmierung waren wir mit einer Staffel vor Ort und bereiteten den Innenangriff vor. Dazu musste die Löschwasserversorgung gesichert aufgebaut werden und ein Zugang zur Wohnung verschafft werden. In der Wohnung konnte das rauchende Kochgut abgelöscht und unschädlich gemacht werden. Da unklar war, ob sich Personen in der Wohnung aufhalten, wurde diese unter Atemschutz abgesucht.

Nachdem sicher war, dass das Kochgut vergessen wurde und niemand mehr in der Wohnung war, konnte der Einsatzstelle nach umfassender Belüftung der Wohnung der Polizei übergeben werden. Anschließend musste das Fahrzeug aber wieder mit frischem Einsatzgerät von der Feuerwache 2 in Kastel bestückt werden. Kurz nach 21 Uhr war dies für die freiwilligen Kräfte beendet.

Unwetterbedingte Einsätze

BMA Abbott

Am späten Nachmittag des 17. Juni formte sich spontan ein Gewitter, welches von Südosten her zunächst über Delkenheim und weiter in Richtung Nordwesten zog. Hierbei kam es kurzzeitig zu heftigem Starkregen mit kräftigen Windböen, so dass zahlreiche Äste abbrachen und auf die Staßen vielen und das Einsatzaufkommen in Wiesbaden spontan etwas höher war. So löste wohl auch durch das Unwetter die Brandmeldeanlage in einem Gebäude der Firma Abbott aus, zu deren Kontrolle wir alarmiert wurden. Vor Ort konnte aber nichts festgestellt werden und so wurde die Anlage zurückgesetzt und wieder scharf geschaltet.

Kurz vor Erreichen des Gerätehauses löste man aber dann einen Unwetteralarm für mehrere Freiwillige Feuerwehren aus und teilte den Fahrzeugen diverse Einsatzstellen in Erbenheim zu. Auch wir begaben uns dann nach Erbenheim um uns einem größeren Wasserschaden nach dem Starkregen anzunehmen. Hierzu war auch unser MTF und die Unwetterkomponente erforderlich.

Wasserschaden

Während wir in Erbenheim tätig waren, wurde eine andere freiwillige Feuerwehr zu einer umgestürtzen Tanne in die Münchener Straße geschickt. Nach einer weiteren kleineren Einsatzstelle in Erbenheim wurden wir noch einmal an einem Wasserschaden in Delkenheim tätig.

Nach ca 4 Stunden konnten wir dann einrücken, mussten uns allerdings noch um das Säubern der Gerätschaften kümmern.

Erster Übungsabend seit Corona

Am Abend des 29. Mai durften wir uns erstmals nach nunmehr 12 Wochen wieder eingeschränkt treffen. Diese treffen unterliegen aber noch sehr vielen und strengen Auflagen. Wir nutzten es, um uns erst mal auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Mittlerweile hat sich einiges bewegt und es gibt zahlreiche Corona-bedingte Regelungen. In unserem Gerätehaus wurden Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel und Masken unterschiedlicher Art bereit gelegt, so dass wir nun auch wieder grundsätzlich in den Übungsdienst einsteigen können, jedoch nur in Verbindung mit dem Tragen von Masken und größtmöglicher Vorsicht, Distanzierung und nur der nötigsten Besetzung von Fahrzeugen. Mit diesen Bedingungen würden auch Einsätze ablaufen.

Da wir durch die coronabedingte Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung vor 12 Wochen nur noch zu Einsätzen ab einer bestimmten Größe und Gefahr gerufen worden wären, blieb diese Zeit für uns auch einsatzfrei. Diese Regelung wurde bisher auch nicht verändert.

Einige Bürger bemerkten bereits, wenn die Feuerwehr in Delkenheim gebraucht wurde, sie etwas später eintraf und nur durch die Berufsfeuerwehr vertreten war, denn es handelte sich immer “nur” um einen Brandverdacht, eine Brandmeldeanlage oder eben einen Kleinbrand (darunter fällt auch ein brennender PKW).

Auch für den Betrieb der Jugendfeuerwehr gibt es bisher keine Vorgaben und so ist dieser auch weiterhin noch ausgesetzt.

Maßnahmen wegen Coronavirus

Aufgrund der aktuellen Lage zu COVID-19 / SARS-CoV2 (Coronavirus), haben wir die Anordnung, dass die Übungsdienste der Jugendfeuerwehr, sowie der Einsatzabteilungen ab sofort einzustellen sind. Man wird uns also zu den in den Dienstplänen genannten Terminen vorerst nicht antreffen.

Weiterhin finden auch keine sonstigen Veranstaltungen statt, das gilt insbesondere auch für die teilweise schon angekündigten Jahreshauptversammlungen.

Wenn sich die Lage ändert, werden wir wieder informieren, wann die Jahreshauptversammlungen und der Übungsbetrieb wieder stattfinden.

Brandverdacht

Am 26.02.2020 wurden wir gegen 13.40 Uhr zu einem Brandverdacht in die Münchner Straße alarmiert.

Anwohner hatten Brandgeruch und eine leichte Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigt

Bei der Überprüfung der Kellerräume wurde ein Schmorbrand in einem der Elektrozähler als Ursache vermutet. Die Überprüfung mit einer Wärmebildkamera verlief negativ. Zur weiteren Prüfung wurde der Energieversorger verständigt.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Wiesbaden der Wache 3 und 2, die FF Delkenheim und die FF Nordenstadt

Einen Tag lang Wachbesetzung

Am Freitag, den 21. Februar war es nicht nur der eigene Wecker, sondern auch die digitalen Funkmelder weckten uns um kurz nach 6 Uhr zur Besetzung der Feuerwache 2 – wie üblich gemeinsam mit der Feuerwehr Nordenstadt. Der Grund dafür war wenig später schon der allgemeinen Presse zu entnehmen: Im Schiersteiner Hafen brannte eine Motoryacht.

Wir versuchten, mit der Zeit irgend etwas sinnvolles anstellen zu können und nutzten erst mal die Waschhalle der Feuerwache 2, um unser Löschfahrzeug umfangreich vom Winterdreck zu befreien. Da sich abzeichnete, dass der Einsatz im Hafen noch lange andauern wird, da nach den eigentlichen Löscharbeiten noch zahlreiche weitere Maßnahmen zur Gewässersicherung getätigt werden mussten, wurde zusammen mit der Feuerwehr Nordenstadt kurz ein kleiner Einkauf getätigt und dann in der Küche der Feuerwache 2 ein Mittagessen gekocht.

Nach dem Mittagessen kam es kurz zu einem Alarm über einen Sprungversuch in Biebrich, der Einsatz wurde aber noch während der Anfahrt schon wieder abgebrochen.

Am Nachmittag wurde die Zeit für etwas Ausbildung genutzt. Man stellte den Abrollbehälter Technische Unfallhilfe in den Hof der Wache 2 und beschäftigte sich ein wenig mit dessen Inhalt. Diesen Behälter haben die Freiwilligen Feuerwehren selten zur Ausbildung, er kommt aber bei Verkehrsunfällen immer mit dazu.

Gegen 18 Uhr waren dann alle eigentlichen Kräfte der Feuerwache 2 wieder am Standort und damit konnten wir die Wachbesetzung auflösen und selbst nach Hause fahren. Ein unerwarteter 12h Feuerwehrtag geht zu Ende.