Unwetter in Wiesbaden

Am Freitagnachmittag des 14. August gab es ein kurzes heftiges Gewitter, welches vornehmlich Wiesbadens Westen mit enormen Wassermassen beschenkte. Sogleich wurde die Rettungsleitstelle von zahlreichen Anrufen, meist wegen vollgelaufener Keller geflutet. Um die Einsatzstellen zeitnah abzuarbeiten, wurden vorsorglich alle Freiwilligen Feuerwehren alarmiert (zur Alarmierung war noch nicht klar, dass es “nur” ca 30 sein werden).

Die FF Delkenheim wurde zusammen mit der FF Erbenheim zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei einem größeren Wasserschaden nach Kastel gesandt. Etwa eine Stunde später war die Einsatzstelle abgearbeitet und für uns waren keine weiteren Einsätze zu erledigen.

Mehr zur Gesamtsituation an diesem Tag findet man in der Pressemeldung der Feuerwehr Wiesbaden.

Mehrere brennende Gartenhütten

Am Dienstag Nachmittag kurz nach 15 Uhr wurden wir alarmiert, um bei einem größeren Einsatzgeschehen in Kostheim zu unterstützen. In einer Kleingartenanlage am Mittleren Sampelweg kam es bereits gegen 14:30 Uhr zu einem Brand, der sich aufgrund der Trockenheit rasch ausbreitete, so dass kurze Zeit später mehrere Gartenhütten und die Vegetation dazwischen in Brand standen. Die Berufsfeuerwehr und die Wehren aus Kostheim und Kastel nahmen einen massiven Löschangriff vor, brauchten dafür aber auch eine umfassende Wasserversorgung und zahlreiche Atemschutzgeräteträger. Bei Temperaturen um die 28°C und einer längeren Einsatzdauer mit zeitweise 6 Strahlrohren gleichzeitig im Einsatz, mussten die Truppen ca alle 30min ausgetauscht werden.

Wir stellten einen dieser Trupps unter Atemschutz und unterstützten den zur Versorgung der Einsatzkräfte bereitgestellten “Abrollbehälter Sozial” mit Strom, damit dessen Kühlschränke, sowie die Kaffeemaschine lauffähg waren.

Neben uns kamen auch die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Feuerwehren aus Kostheim, Kastel, Nordenstadt, Erbenheim und Schierstein zum Einsatz, sowie die Logistikgruppe der Feuerwehr Wiesbaden, die sich aus Mitgliedern unterschiedlicher freiwilliger Feuerwehren zusammensetzt. Zusätzlich besetzten die Wehren aus Igstadt, Breckenheim und Biebrich die Feuerwachen 2 und 3, um für weitere Einsätze bereit zu stehen.

Gegen 19 Uhr konnten wir auf der Feuerwache 2 unser Fahrzeug mit neuen Gerätschaften bestücken und waren nach einem anschließenden Tankstellenbesuch gegen 19:40 wieder im Gerätehaus.

Belastungsübung der Atemschutzgeräteträger

Alle Atemschutzgeräteträger müssen einmal im Jahr eine Belastungsübung in der Atemschutzübungsstrecke absolvieren und außerdem eine theoretische Unterweisung, sowie einen Einsatz unter Atemschutz oder eine einsatzähnliche Übung unter Atemschutz. Der Zeitplan für den Besuch in der Übungsstrecke kam natürlich durch Corona auch mächtig durcheinander bzw in den ersten drei Monaten völlig zum Erliegen.

Mittlerweile ist der Besuch der Strecke wieder möglich, wenngleich auch unter strengen Auflagen. So können z.B. aktuell immer nur 4 Personen die Strecke besuchen, um Kontaktmöglichkeiten zu minimieren.

Am Sonntag morgen fuhren die ersten 4 unserer Atemschutzgeräteträger zur Strecke und absolvierten ihre Belastungsübungen. Die weiteren werden die nächsten Wochen folgen.

3min Radfahren und 250m Laufband laufen, dann geht es durch die eigentliche Strecke. Enge Gänge müssen im fast Dunklen mit reichlich Hindernissen durchkrochen werden. Abschließend müssen noch 30m Leiter gestiegen werden. Dabei müssen die 1800l Atemluft (6l Flasche bei 300bar) ausreichen.

Fahrradtour mit der Jugend

Da wir ja Ferien haben, stand heute auf dem Dienstplan: “Fahrradtour durchs Ländche”. Und das Wetter konnte nicht besser sein. 27°C und mächtig bewölkt, sowie ein leichtes Lüftchen an Wind waren optimale Bedingungen. So machten wir uns um 18 Uhr auf den Weg über Nordenstadt und Erbenheim, durchs Wäschbachtal über Igstadt bis nach Kloppenheim. Dann hoch über den Berg, über eine Ländchesbahnbrücke, rüber ins Wickerbachtal, wieder zurück bis nach Wallau und rüber nach Delkenheim.

So haben wir knapp 21km zurückgelegt und kamen fast punktgenau um 20 Uhr wieder am Gerätehaus an.

Erstes Treffen der Jugendfeuerwehr seit Corona

Am Freitag, den 10. Juli war es soweit, dass auch die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Wiesbaden-Delkenheim sich wieder zum Übungsdienst treffen konnten. Allerdings gelten natürlich sehr hohe Hygienestandards, Abstandsregeln und auch eine Maske sowie natürlich Handschuhe gehören dazu.

Klassisch für die Jugendfeuerwehr gehört da natürlich auch dazu, dass nach den Wintermonaten und der langen Corona-Pause oft die Kleidung nicht mehr die passende Größe hat. Glücklicherweise waren wir mitte Februar noch mit einigen Jugendlichen zum Tausch von Dienstkleidung in der Kleiderkammer, sonst wäre das Problem deutlich größer. Aktuell ist die nötige Prozedur dazu weitaus aufwändiger als sie es vor Corona war.

Zum Einstieg und wegen der Sommerferien waren auch nur 7 Jugendliche anwesend, so dass wir das sehr gut aufteilen konnten in drei Trupps, zwei zum Aufbau einer Saugleitung und ein 3er Trupp zum Bau eines behelfsmäßigem Wasserbeckens. Hiermit wurde dann anschaulich erklärt, wie man eine asynchrone Wasserversorgung bereitstellen kann, wie sie unter anderem bei Vegetationsbränden nützlich sein kann.

Die Jugendfeuerwehr besteht aus Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren, die sich normalerweise jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr treffen. Wegen unseren Corona-Auflagen kann es sein, dass wir die Gesamtgruppe demnächst in zwei kleinere Gruppen splitten müssen und dann entweder einen zweiten Wochentag mit anbieten oder pro Gruppen einen 14-tägigen Rythmus vorgeben. Erfahrungsgemäß wird das aber die Sommerferien über noch nicht nötig werden. Infos gibt es hier auf der Homepage und Kontakt erhält man unter jugend@feuerwehr-delkenheim.de.

Auffahrunfall zwischen 2 LKW

Am Nachmittag des 07. Juli kam es auf der Autobahn A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Raststätte Medenbach zu einem Auffahrunfall zwischen zwei LKW. Da der Fahrer des auffahrenden LKW zunächst in seinem Führerhaus eingeschlossen (nicht eingeklemmt) war, wurde gemäß dem Alarmstichwort H KLEMM 1 Y alarmiert und damit neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Nordenstadt und Delkenheim.

Mit einer Staffel besetzt rückte unser Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Vor Ort eingetroffen sicherte die FF Nordenstadt die Einsatzstelle ab, die Berufsfeuerwehr bereitete Maßnahmen zur technischen Rettung vor und die FF Delkenheim kümmerte sich um den Brandschutz, da aus dem Führerhaus Qualm aufstieg. So legete man ein Schnellangriffsrohr, sowie jeweils einen Feuerlöscher mit Löschpulver und einen mit Kohlendioxid bereit.

Der eingeschlossene Fahrer konnte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig aus dem Führerhaus befreien und wurde vom Rettungsdienst versorgt und in eine Klinik gefahren.

Nach Kontrollen des Motorraums mit einer Wärmebildkamera und durch anwesendes Fachpersonal für LKWs in den eigenen Kräften konnte man sich entspannen, denn es blies nur der abgerissene Wärmetauscher seinen Wasserdampf ab.

Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, konnte die Einsatzstelle nach ca 1,5h an die Polizei und die Abschleppdienste übergeben werden.

Mehr dazu und eine Bildergalerie findet man bei wiesbadenaktuell.de.

Übungsdienste der Einsatzabteilung

Da wir wegen des “Corona-Lockdown” zwischen März und Juni keine Übungsdienste abhalten konnten und wir nun auch direkt seit Juni drei Einsätze fahren durften, fehlt es dem Einen oder Anderen an Übung. Mitglieder mit Maschinistenausbildung, welche die Pumpe im Fahrzeug nun schon lange nicht mehr bedient haben, sollten die Vertrautheit und den Umgang damit regelmässig auffrischen und üben. Daher bauten wir eine Wasserversorgung mittels Saugleitung aus dem Wickerbach auf, so dass man alle Tricks und Kniffe beim Umgang mit der Pumpe und dem Fahrzeugtank ausprobieren konnte. Das entnommene Wasser wurde natürlich auf der anderen Seite auch wieder zurück in den Wickerbach gepumpt.

Eine Woche später war der Mittelpunkt der Ausbildung der Umgang mit den Atemschutzgeräten. Da beinahe alle im Fahrzeug verladenen Atemschutzgeräte ohnehin in Kürze zur routinemässigen Intervallprüfung in die Atemschutzwerkstatt bei der Berufsfeuerwehr hätten gebracht werden müssen, war es naheliegend, sie für eine Übung einzusetzen. So wurde im eigenen Gerätehaus eine Art Parcour geschaffen. Die Atemschutzgeräte mussten vollständig angelegt werden, mit diesen die Leiter hoch gestiegen werden, durch das Treppenhaus wieder nach unten, Schläuche mussten gerollt werden und Knoten gebunden. Dann ging es wieder von vorne los. Auch die Kameraden, die keine Eignung oder Ausbildung zum Tragen von Atemschutzgeräten haben, mussten den Parkour absolvieren, natürlich dann ohne Atemschutzgerät.

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Delkenheim trifft sich jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr und benötigt praktisch ständig weitere Mitglieder, gleich ob männlich oder weiblich. Neugierige und Interessierte ab 17 Jahren können jederzeit gerne Freitags um 20 Uhr vorbei schauen oder sich per E-Mail an wehrfuehrung@feuerwehr-delkenheim.de erkundigen.

Angebrannt

Zu kurzzeitigem Feuerwehraufkommen führte am Montag Abend vergessenes Kochgut auf dem Herd in der Dekan-Lindenbein-Straße und wegen der engen Bebauung auch zu Verkehrsstörungen auf der Landwehrstraße.

Anwohner meldeten Rauch aus dem Küchenfenster einer Wohnung, so dass die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr (5 Fahrzeuge in diesem Fall) und einem Rettungswagen gerufen wurde.

7 Minuten nach der Alarmierung waren wir mit einer Staffel vor Ort und bereiteten den Innenangriff vor. Dazu musste die Löschwasserversorgung gesichert aufgebaut werden und ein Zugang zur Wohnung verschafft werden. In der Wohnung konnte das rauchende Kochgut abgelöscht und unschädlich gemacht werden. Da unklar war, ob sich Personen in der Wohnung aufhalten, wurde diese unter Atemschutz abgesucht.

Nachdem sicher war, dass das Kochgut vergessen wurde und niemand mehr in der Wohnung war, konnte der Einsatzstelle nach umfassender Belüftung der Wohnung der Polizei übergeben werden. Anschließend musste das Fahrzeug aber wieder mit frischem Einsatzgerät von der Feuerwache 2 in Kastel bestückt werden. Kurz nach 21 Uhr war dies für die freiwilligen Kräfte beendet.