Am Morgen des 3. Februar wurden wir morgens um 6:20 Uhr alarmiert zu einem Wohnungsbrand in der Landwehrstraße. Nach erster Lageerkundung handelte es sich um einen brennenden Akku eines Elektro-Tretrollers (E-Scooter), welcher in einem Zimmer einer Wohnung abgestellt war.
Glücklicherweise war es dem Besitzer, zusammen mit einem Nachbarn im Haus gelungen, den Brand mit Hilfe eines Pulver-Feuerlöschers bereits selbst zu ersticken. Allerdings kam es während des Brandes zu einer massiven Freisetzung von hochgiftigem Brandrauch in den Räumlichkeiten, in denen auch noch zwei weitere Personen wohnen. Somit wurden alle 4 Personen vom Rettungsdienst gesichtet und die Notwendigkeit einer klinischen Weiterbehandlung festgestellt.
Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle, entrauchte die Wohnung und sorgte für eine dauerhafte Kühlung der Akkus, bei denen wir mittels Wärmebildkamera wieder eine ansteigende Temperaturentwicklung feststellen konnten. Unterstützt wurden die Delkenheimer Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Nordenstadt und Einheiten der Berufsfeuerwehr von allen drei Wiesbadener Wachen.
Die Feuerwehr nimmt diesen Vorfall zum Anlass eindringlich auf die Gefahren von Akkus von E-Scootern und E-Bikes in Wohnräumen hinzuweisen:
E-Scooter und E-Bikes sollten nach Möglichkeit nicht in Wohnräumen gelagert oder geladen werden. Ein technischer Defekt am Akku kann jederzeit zu einer thermischen Reaktion führen. Akkubrände entwickeln extrem hohe Verbrennungstemperaturen, die eine Brandbekämpfung für Laien nahezu unmöglich machen. Neben der Hitze entstehen bei Akkubränden giftige Gase und Dämpfe, die bereits bei wenigen Atemzügen zu schweren Gesundheitsschäden führen können. Die starke Rauchentwicklung vernebelt innerhalb kürzester Zeit die Fluchtwege, was die Selbstrettung aus dem Gebäude massiv erschweren kann.
