Übungsdienste der Einsatzabteilung

Da wir wegen des “Corona-Lockdown” zwischen März und Juni keine Übungsdienste abhalten konnten und wir nun auch direkt seit Juni drei Einsätze fahren durften, fehlt es dem Einen oder Anderen an Übung. Mitglieder mit Maschinistenausbildung, welche die Pumpe im Fahrzeug nun schon lange nicht mehr bedient haben, sollten die Vertrautheit und den Umgang damit regelmässig auffrischen und üben. Daher bauten wir eine Wasserversorgung mittels Saugleitung aus dem Wickerbach auf, so dass man alle Tricks und Kniffe beim Umgang mit der Pumpe und dem Fahrzeugtank ausprobieren konnte. Das entnommene Wasser wurde natürlich auf der anderen Seite auch wieder zurück in den Wickerbach gepumpt.

Eine Woche später war der Mittelpunkt der Ausbildung der Umgang mit den Atemschutzgeräten. Da beinahe alle im Fahrzeug verladenen Atemschutzgeräte ohnehin in Kürze zur routinemässigen Intervallprüfung in die Atemschutzwerkstatt bei der Berufsfeuerwehr hätten gebracht werden müssen, war es naheliegend, sie für eine Übung einzusetzen. So wurde im eigenen Gerätehaus eine Art Parcour geschaffen. Die Atemschutzgeräte mussten vollständig angelegt werden, mit diesen die Leiter hoch gestiegen werden, durch das Treppenhaus wieder nach unten, Schläuche mussten gerollt werden und Knoten gebunden. Dann ging es wieder von vorne los. Auch die Kameraden, die keine Eignung oder Ausbildung zum Tragen von Atemschutzgeräten haben, mussten den Parkour absolvieren, natürlich dann ohne Atemschutzgerät.

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Delkenheim trifft sich jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr und benötigt praktisch ständig weitere Mitglieder, gleich ob männlich oder weiblich. Neugierige und Interessierte ab 17 Jahren können jederzeit gerne Freitags um 20 Uhr vorbei schauen oder sich per E-Mail an wehrfuehrung@feuerwehr-delkenheim.de erkundigen.

Angebrannt

Zu kurzzeitigem Feuerwehraufkommen führte am Montag Abend vergessenes Kochgut auf dem Herd in der Dekan-Lindenbein-Straße und wegen der engen Bebauung auch zu Verkehrsstörungen auf der Landwehrstraße.

Anwohner meldeten Rauch aus dem Küchenfenster einer Wohnung, so dass die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr (5 Fahrzeuge in diesem Fall) und einem Rettungswagen gerufen wurde.

7 Minuten nach der Alarmierung waren wir mit einer Staffel vor Ort und bereiteten den Innenangriff vor. Dazu musste die Löschwasserversorgung gesichert aufgebaut werden und ein Zugang zur Wohnung verschafft werden. In der Wohnung konnte das rauchende Kochgut abgelöscht und unschädlich gemacht werden. Da unklar war, ob sich Personen in der Wohnung aufhalten, wurde diese unter Atemschutz abgesucht.

Nachdem sicher war, dass das Kochgut vergessen wurde und niemand mehr in der Wohnung war, konnte der Einsatzstelle nach umfassender Belüftung der Wohnung der Polizei übergeben werden. Anschließend musste das Fahrzeug aber wieder mit frischem Einsatzgerät von der Feuerwache 2 in Kastel bestückt werden. Kurz nach 21 Uhr war dies für die freiwilligen Kräfte beendet.

Unwetterbedingte Einsätze

BMA Abbott

Am späten Nachmittag des 17. Juni formte sich spontan ein Gewitter, welches von Südosten her zunächst über Delkenheim und weiter in Richtung Nordwesten zog. Hierbei kam es kurzzeitig zu heftigem Starkregen mit kräftigen Windböen, so dass zahlreiche Äste abbrachen und auf die Staßen vielen und das Einsatzaufkommen in Wiesbaden spontan etwas höher war. So löste wohl auch durch das Unwetter die Brandmeldeanlage in einem Gebäude der Firma Abbott aus, zu deren Kontrolle wir alarmiert wurden. Vor Ort konnte aber nichts festgestellt werden und so wurde die Anlage zurückgesetzt und wieder scharf geschaltet.

Kurz vor Erreichen des Gerätehauses löste man aber dann einen Unwetteralarm für mehrere Freiwillige Feuerwehren aus und teilte den Fahrzeugen diverse Einsatzstellen in Erbenheim zu. Auch wir begaben uns dann nach Erbenheim um uns einem größeren Wasserschaden nach dem Starkregen anzunehmen. Hierzu war auch unser MTF und die Unwetterkomponente erforderlich.

Wasserschaden

Während wir in Erbenheim tätig waren, wurde eine andere freiwillige Feuerwehr zu einer umgestürtzen Tanne in die Münchener Straße geschickt. Nach einer weiteren kleineren Einsatzstelle in Erbenheim wurden wir noch einmal an einem Wasserschaden in Delkenheim tätig.

Nach ca 4 Stunden konnten wir dann einrücken, mussten uns allerdings noch um das Säubern der Gerätschaften kümmern.

Erster Übungsabend seit Corona

Am Abend des 29. Mai durften wir uns erstmals nach nunmehr 12 Wochen wieder eingeschränkt treffen. Diese treffen unterliegen aber noch sehr vielen und strengen Auflagen. Wir nutzten es, um uns erst mal auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Mittlerweile hat sich einiges bewegt und es gibt zahlreiche Corona-bedingte Regelungen. In unserem Gerätehaus wurden Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel und Masken unterschiedlicher Art bereit gelegt, so dass wir nun auch wieder grundsätzlich in den Übungsdienst einsteigen können, jedoch nur in Verbindung mit dem Tragen von Masken und größtmöglicher Vorsicht, Distanzierung und nur der nötigsten Besetzung von Fahrzeugen. Mit diesen Bedingungen würden auch Einsätze ablaufen.

Da wir durch die coronabedingte Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung vor 12 Wochen nur noch zu Einsätzen ab einer bestimmten Größe und Gefahr gerufen worden wären, blieb diese Zeit für uns auch einsatzfrei. Diese Regelung wurde bisher auch nicht verändert.

Einige Bürger bemerkten bereits, wenn die Feuerwehr in Delkenheim gebraucht wurde, sie etwas später eintraf und nur durch die Berufsfeuerwehr vertreten war, denn es handelte sich immer “nur” um einen Brandverdacht, eine Brandmeldeanlage oder eben einen Kleinbrand (darunter fällt auch ein brennender PKW).

Auch für den Betrieb der Jugendfeuerwehr gibt es bisher keine Vorgaben und so ist dieser auch weiterhin noch ausgesetzt.

Maßnahmen wegen Coronavirus

Aufgrund der aktuellen Lage zu COVID-19 / SARS-CoV2 (Coronavirus), haben wir die Anordnung, dass die Übungsdienste der Jugendfeuerwehr, sowie der Einsatzabteilungen ab sofort einzustellen sind. Man wird uns also zu den in den Dienstplänen genannten Terminen vorerst nicht antreffen.

Weiterhin finden auch keine sonstigen Veranstaltungen statt, das gilt insbesondere auch für die teilweise schon angekündigten Jahreshauptversammlungen.

Wenn sich die Lage ändert, werden wir wieder informieren, wann die Jahreshauptversammlungen und der Übungsbetrieb wieder stattfinden.

Brandverdacht

Am 26.02.2020 wurden wir gegen 13.40 Uhr zu einem Brandverdacht in die Münchner Straße alarmiert.

Anwohner hatten Brandgeruch und eine leichte Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigt

Bei der Überprüfung der Kellerräume wurde ein Schmorbrand in einem der Elektrozähler als Ursache vermutet. Die Überprüfung mit einer Wärmebildkamera verlief negativ. Zur weiteren Prüfung wurde der Energieversorger verständigt.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Wiesbaden der Wache 3 und 2, die FF Delkenheim und die FF Nordenstadt

Einen Tag lang Wachbesetzung

Am Freitag, den 21. Februar war es nicht nur der eigene Wecker, sondern auch die digitalen Funkmelder weckten uns um kurz nach 6 Uhr zur Besetzung der Feuerwache 2 – wie üblich gemeinsam mit der Feuerwehr Nordenstadt. Der Grund dafür war wenig später schon der allgemeinen Presse zu entnehmen: Im Schiersteiner Hafen brannte eine Motoryacht.

Wir versuchten, mit der Zeit irgend etwas sinnvolles anstellen zu können und nutzten erst mal die Waschhalle der Feuerwache 2, um unser Löschfahrzeug umfangreich vom Winterdreck zu befreien. Da sich abzeichnete, dass der Einsatz im Hafen noch lange andauern wird, da nach den eigentlichen Löscharbeiten noch zahlreiche weitere Maßnahmen zur Gewässersicherung getätigt werden mussten, wurde zusammen mit der Feuerwehr Nordenstadt kurz ein kleiner Einkauf getätigt und dann in der Küche der Feuerwache 2 ein Mittagessen gekocht.

Nach dem Mittagessen kam es kurz zu einem Alarm über einen Sprungversuch in Biebrich, der Einsatz wurde aber noch während der Anfahrt schon wieder abgebrochen.

Am Nachmittag wurde die Zeit für etwas Ausbildung genutzt. Man stellte den Abrollbehälter Technische Unfallhilfe in den Hof der Wache 2 und beschäftigte sich ein wenig mit dessen Inhalt. Diesen Behälter haben die Freiwilligen Feuerwehren selten zur Ausbildung, er kommt aber bei Verkehrsunfällen immer mit dazu.

Gegen 18 Uhr waren dann alle eigentlichen Kräfte der Feuerwache 2 wieder am Standort und damit konnten wir die Wachbesetzung auflösen und selbst nach Hause fahren. Ein unerwarteter 12h Feuerwehrtag geht zu Ende.

Nachts auf der Autobahn

In der Nacht zum Samstag wurden wir gegen 1:30 Uhr zusammen mit der Feuerwehr Nordenstadt auf die A3 in Richtung Raststätte Medenbach zu einem brennenden PKW alarmiert. Bis zur Raststätte war aber nichts zu finden, jedoch wurden wir von der Leitstelle informiert, dass die Position des brennenden PKW durchaus auch viel weiter nördlich sein könnte. Somit fuhren wir die A3 noch weiter in Richtung Niedernhausen ab, während zeitgleich auch die Feuerwehr Niedernhausen auf die A3 in Richtung Idstein entsandt wurde.

Wir wurden dann etwa 200m vor der Ausfahrt Niedernhausen fündig. Ein PKW stand auf dem Standstreifen und brannte indessen im Vollbrand. Der Fahrer und sein Beifahrer hatten das Fahrzeug natürlich längst verlassen. Sowohl die Nordenstädter Wehr als auch wir löschten den PKW dann jeweils mit einem Trupp unter Atemschutz und mit einem Schnellangriffsrohr ab, während zeitgleich die Einsatzstelle gesichert und ausgeleuchtet wurde. Zusätzliches Löschwasser erhielten wir vom etwas später eintreffenden Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr. Während dem Einsatz wurde der Verkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbei geführt.

Nach dem Einsatz mussten beide Fahrzeuge auf der Feuerwache 2 in Kastel mit neuen Atemschutzgeräten bestückt werden, sowie die Brandschutzkleidung der Atemschutztrupps der Wäsche zugeführt werden. Kurz vor halb 5 konnten wir dann den Rest der Nacht weiter schlafen.